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<  Motor  ~  Ventilfuehrungen 350 und Motor instandsetzen

Karlo
Verfasst am: 8.3.2017, 13:10 Antworten mit Zitat
Bialbero Bialbero
Anmeldedatum: 14.06.2016 Beiträge: 25
Olof.

Die Ölkanäle in der Welle lassen sich prima mit Pfeifenreinigern säubern. Das geht nicht ohne Demontage der Pleuel. Schrauben kann man wieder benutzen, die Muttern mit Schaubenfest sichern.

Aber du hast nicht nur den Stopfen seitlich in der Kurbelwange gelöst? Sicher doch auch die beiden kleinen Stopfen die oben in den Wangen sind? Darunter sind Sacklöscher und das sind die Schlammfallen. Da kannst du mit einem Bohrer hineingehen und ich kann mir nicht vorstellen, das darin keine erheblichen Ablagerungen sind.

Gruss, Karl.
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olofjosefsson
Verfasst am: 8.3.2017, 18:33 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 03.10.2010 Beiträge: 99 Wohnort: BW
Hallo, danke für die Info zu den Pleuelschrauben.
Die beiden kleinen stopfen hab ich relativ leicht herausbekommen.
Ich demontiert mal dann die Pleuel Very Happy
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olofjosefsson
Verfasst am: 8.3.2017, 19:28 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 03.10.2010 Beiträge: 99 Wohnort: BW
So, Lagerschalen sehen bis auf einen ominösen Krater relativ gut aus.
Diese Vertiefung sieht aus wie ein Abdruck eines großen Partikels der aber nicht mehr vorhanden ist. Im Betrieb kann es eigentlich nicht enstanden sein oder vieleicht ein Materialfehler ? nichtverstehn
Den Verschleiß am Zapfen mess ich mal da er fühlbar ist und entscheide dann ob geschliffen werden muss.


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Laubfrosch
Verfasst am: 9.3.2017, 5:46 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1892 Wohnort: 55116 Mainz
Ich denke schon das es im Betrieb passiert ist. Da hat die Ölpumpe mal Luft angesaugt.

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Ich bin kein Baiker, ich bin ein Smilie!
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olofjosefsson
Verfasst am: 9.3.2017, 18:13 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 03.10.2010 Beiträge: 99 Wohnort: BW
Du meinst ein Kavitationsschaden ?
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Laubfrosch
Verfasst am: 9.3.2017, 19:16 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1892 Wohnort: 55116 Mainz
Ich hab auch schon solche Lagerschalen gehabt.
Und mir wurde es damals so erklärt das bei zu geringem Ölstand die Pumpe Luft ansaugt. Dann kommt wieder Öl nach und komprimiert die Luftblase bis sie dann platzt. Durch dieses platzen wird dann soviel Energie freigesetzt das es Material aus der Lagerschale sprengt.

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olofjosefsson
Verfasst am: 9.3.2017, 19:34 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 03.10.2010 Beiträge: 99 Wohnort: BW
Ja das nennt man Kavitation.
Habe als Hydrauliker damit täglich zu tun.
Bei Kavitationserosion ist die Schadensflaeche aber in der Regel relativ rau, quasi wie gesandstrahlt, was bei meinem Schaden nicht der Fall ist.
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Sir1
Verfasst am: 9.3.2017, 20:03 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1981 Wohnort: Hygind, DK
Weissmetal ist ja sehr weich und porös, und benimmt sich anders als die meisten anderen Lagermetalle.

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Søren
morinist.de
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olofjosefsson
Verfasst am: 9.3.2017, 22:21 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 03.10.2010 Beiträge: 99 Wohnort: BW
Ich will Kavitation nicht Ausschliessen, kenne es aber eher in dieser Auspraegung:
http://abload.de/image.php?img=20140406_111232o8u28.jpg

Wobei Oelmangel bei dem Motor nicht auszuschließen ist, da Ventil Führungen und Ventile so undicht waren, dass man auch im Kurzstreckenbetrieb den Oelvorrat leerfahrten konnte.
Gruss
Olof
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olofjosefsson
Verfasst am: 12.3.2017, 16:08 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 03.10.2010 Beiträge: 99 Wohnort: BW
Auf der Suche nach brauchbaren Ersatzteilen habe ich mal einen Ersatzteileschrottmotor geöffnet.
Hier fand sich ein intressanter, aber wohl fehlgeschlagener Reperaturversuch des rechten Gleitlagers mit einer Du-Buchse. Auch bei diesen Plauellagerschalen waren massive Materialausbrüche zu verzeichen. Sad
Immerhin hab ich eine brauchbare Getriebewelle gefunden.
Gruss
Olof




Zuletzt bearbeitet von olofjosefsson am 28.3.2017, 21:06, insgesamt einmal bearbeitet
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olofjosefsson
Verfasst am: 16.3.2017, 19:08 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 03.10.2010 Beiträge: 99 Wohnort: BW
Hallo,
Habe die Motorhälften mit Innereien jetzt wieder montiert.
Jetzt muss ich den Primärdeckel montieren und habe 2 Fragen.
1) Kann man den Deckel ohne Dichtung nur mit flüssiger Flächendichtung montieren ?
2) Kann man den Deckel komplett mit verschraubtem Kupplungskorb und Zahnrad montieren, so wie ich den Deckel demontiert habe ?
Gruss und Danke
Olof winkewinke
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Werner Wilhelmi
Verfasst am: 16.3.2017, 19:50 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1088
olofjosefsson hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

2) Kann man den Deckel komplett mit verschraubtem Kupplungskorb und Zahnrad montieren, so wie ich den Deckel demontiert habe ?
Gruss und Danke
Olof winkewinke


Das Primärrad und der Kupplungskorb werden lose zusammen geschraubt, bevor der Deckel montiert wird, die beiden Stifte dabei nicht vergessen. Die 4 Inbusschrauben werden erst nach der Deckelmontage festgezogen. Das Primärrad ist dann vom Gegenrad schon gehalten.

... und ganz wichtig: zwischen der Verzahnung auf der Getriebewelle und der Buchse des Primärrades satt Dichtungsmasse auftragen. Sonst kommt an der Stelle mit Sicherheit früher oder später Öl heraus.

Gruß
Werner

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olofjosefsson
Verfasst am: 17.3.2017, 20:41 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 03.10.2010 Beiträge: 99 Wohnort: BW
Hab den Primärdeckel montiert bekommen auch ohne die 4 Imbissschrauben zu lösen. Ohne Dichtung scheint auch kein Problem zu sein, zumindest sind alle Komponenten freigängig.
Bin jetzt Mal gespannt ob die Dichtwirkung moderner Dichtmasse ausreichend ist.
Falls nicht ist sie zumindest genau so undicht wie meine Engländerinnen Rolling Eyes
Oder ich probiere Mal wie der Profi aus Berlin:

https://m.youtube.com/watch?v=j6pnQlYHXZ0

Gruss
Olof
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olofjosefsson
Verfasst am: 18.3.2017, 19:48 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 03.10.2010 Beiträge: 99 Wohnort: BW
So, Motor ist wieder komplett mit sauberer Schlammhülse und dichten Ventilen und läuft sogar wieder.
Ist es Ratsam bei der Trockenkupplung die Verzahnung vom Kern und Kupplungskörper etwas mit Fett oder Kupferpaste einzuschmieren damit die Teile nicht so stark einlaufen, oder verkrafen die Reibbeläge das nicht ?
Gruss
Olof
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