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<  Corsaro 1200  ~  Winterprojekt Motor zerlegen

get.freaky
Verfasst am: 22.12.2017, 8:05 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 29.05.2015 Beiträge: 341 Wohnort: NDS
Moin Ebi,

spitze Deine Erklärungen.
Das wird mit Sicherheit fuer viele incl mir eine große Hilfe sein.

Danke und Gruß
Oliver

_________________
Corsaro 1200 Compatto
9 1/2 im Umbau
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Siggi
Verfasst am: 22.12.2017, 12:16 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 05.01.2007 Beiträge: 442 Wohnort: Stuttgart
Ebi hat Folgendes geschrieben:


Bei der Demontage der Kupplung habe ich leider nicht darauf geachtet, wie der untere schmale Belleville-Ring Nr. 38 eingelegt war. Nach meinem Verständnis müßte der äußere Rand gegen das Kupplungspaket drücken - siehe Strichzeichnung unten. Kann das jemand bestätigen ?



Gruß,
Ebi



Hallo Ebi,
ich hab mir das eben an meiner Ersatzkupplung angesehen. Ich würde ihn ebenso einlegen. Aber wenn er andersrum eingesetzt wird, wäre es sicherlich auch kein Problem. Der Ring wirkt wie eine Tellerfeder; da ist die Einbaulage nicht relevant.
Gruß
Siggi
Schraubst du bis der Baum brennt?
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gk
Verfasst am: 22.12.2017, 19:58 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 5414 Wohnort: ---
Ebi hat Folgendes geschrieben:
Nachdem der Ventilfederspanner noch nicht geliefert wurde,


Shocked ach du, deshalb war der auch so günstig. hatten wir da einen aus china erwischt?

sehr schöne bebilderte anleitung. spitze ebi, da du das hier im vergleich zum whb so schön zusammengefaßt hast, wäre eigentlich die erwähnung der wichtigsten anzugsmomente noch die krönung.

_________________
munter bleiben
günni


ohne signatur
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Ebi
Verfasst am: 22.12.2017, 21:33 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Zitat:
Schraubst du bis der Baum brennt?


Siggi, wir haben dieses Jahr keinen Baum, von daher....Laughing

Heute angekommen.....


und gleich mal ausprobiert.


War ein bißchen ein Rumgemurkse, aber was will man von einem 10 € Werkzeug erwarten, mit etwas mehr Routine und einem vernünftigen Stabmagneten wirds evtl. noch. Zum Federdrücken mußte ich einen relativ kleinen Einsatz (19er) nehmen, der in etwa in die Vertiefung des Federtellers paßt, sonst gings gar nicht.

Aus der 3 1/2er Fraktion hat doch neulich jemand seinen umgebauten Bohrständer vorgestellt, dass gefiel mit ganz gut. Hauptproblem wird dabei sein, das Ventil sicher im rechten Winkel zur Bohrständerachse zu positionieren und zu unterlegen.

Gruß,
Ebi

P.S.: Günni, ich muss gestehen, dass ich es mit Anzugsmomenten nicht so hab nichtverstehn , mache ich nur bei den Zyl-Kopfschrauben. Aber wen es interessiert, im WHB Kap. 10 stehen sie alle komprimiert drin.
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Ebi
Verfasst am: 24.12.2017, 1:08 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Wollte die Ventile ausbauen, aber nach dem 1. Ventil war der Bügel des Federspanners krumm, bloß nicht kaufen den China-Schrott Evil or Very Mad. Also nur die Einsätze verwendet und mit der Schraubzwinge gings in nem Bruchteil der Zeit.

Die AV haben kaum mehr Spiel als die EV (ca. 0,5mm bei 10mm Abstand), also alles im Rahmen, die Schäfte sehen auch gut aus - Glück gehabt !

Im neuen Jahr wird alles gereinigt, neue Schaftdichtungen rein, dann wieder zusammenbauen.

Gruß,
Ebi
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Ebi
Verfasst am: 24.12.2017, 14:52 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Der Baum brennt noch nicht, also schnell ein paar Dinge sortiert


und geputzt und


was sehen da meine entzündeten Augen im hinteren Zylinder


und vorderen Zylinder ?


Sieht nach Spuren von den Kolben/Ölabstreifringen aus, denen hatte ich ursprünglich
keine große Bedeutung beigemessen, bin mir da jetzt aber nicht mehr so sicher.

Was meint ihr ? Drinlassen oder austauschen ? Ich habe ja noch zwei astreine Büchsen/Kolbensätze, aber auf das Gefrickel bin ich nicht so scharf und es bleibt zudem eine Restunsicherheit wg. Dichtigkeit des unteren Zyl-O-Ringes, den ich zwar neu reinmachen würde, aber trotzdem...... hmmmm

Allen ein schönes Weihnachtsfest

Ebi
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MonstroMorini
Verfasst am: 24.12.2017, 17:25 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 25.11.2010 Beiträge: 1065 Wohnort: Wormer (NL)
Sogar bei mir haben die o-ringe unten bis jetzt gehalten - einzig die sicherungsclips sind eine sternchensehn
Habe es auch lange ueberlegt da wirklich minimale spuren zu sehen waren, aber habe dann gedacht: wenn schon denn schon und die gewechselt Very Happy

_________________
Greetz,
Rob - In MoMo we trust
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Armin2207
Verfasst am: 26.12.2017, 13:05 Antworten mit Zitat
Corsarino Corsarino
Anmeldedatum: 10.10.2012 Beiträge: 10 Wohnort: BaWü
Ja das stimmt Ebi Very Happy

Die aussenseite soll gegen das Kupplungspaket drücken.

Es ist mir eine Freude zu sehen wie der Motor wieder zum leben erweckt wird .

Laughing spitze

Grüße Armin

PS: Der Motor hatte ca 28.700km bis zum ausbau .
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Ebi
Verfasst am: 3.1.2018, 19:57 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Zitat:
wenn schon denn schon und die gewechselt


So sei es, also heute beide Büchsen gezogen und Kolben begutachtet. Hätte nie gedacht, dass das Ziehwerkzeug mal so intensiv zum Einsatz kommt Rolling Eyes.






Minimale Spuren an den Kolben, die nicht mit den erhabenen Streifen in den Zylindern korrelieren. Woher die kommen bleibt also bislang ungeklärt nichtverstehn

Die O-Ringe und Kolbenbolzenclips bei Olli Thiel bestellt, sollten bis übernächste Woche kommen. Dann gehts mit dem Einbau der guten Büchsen weiter.

Bis dahin vergnüge ich mich mit den Köpfen. Ohne die Tipps und Aufmunterung von Günni spitze hätte ich mich da wohl nicht drangewagt, ist aber alles kein Hexenwerk. Die Schaftdichtungen ließen sich mit der richtigen Zange (BGS 1780) problemlos entfernen. Habe mich ein bißchen gewundert, dass die EV und AV unterschiedliche Schaftdichtungen haben, so stehts auch im ET-Katalog. Wieso das so ist, erschließt sich mir nicht, vielleicht weil die braunen statt 1 € nur 80 ct kosten ? hmmmm


Links die Dichtung der EV, Mitte AV und rechts eine neue von Elring - siehe Günnis ET Datenbank. Die neue Dichtung ist deutlich weniger geweitet als die alten, ich werde die Elring für alle Ventile verwenden und mit dem 10er Steckschlüssel vorsichtig auf die Ventilführungen treiben. Der Geld- und Zeiteinsatz ist so gering, dass sich diese Arbeit bei Demontage der Köpfe wirklich lohnt.

Um eine genauere Messung des Schaftspiels machen zu können, habe ich meine Messuhr in einer gewagte Anordnung zum Einsatz gebracht augenreib


Das Spiel der EV liegt bei 0,10 - 0,15 mm, das der AV bei 0,3 mm, jeweils gemessen ohne Schaftdichtung, mit ölfreiem Schaft und 10mm Hub. Ich hätte beim Wackeln mit der Hand ein größeres Spiel vermutet, die max. zulässigen 1,0 mm des WHB sind eine Menge Holz und nach meinem Gefühl viel zu hoch angesetzt !

Nachdem mein Billig-Ventilfederspanner bei der Demontage des ersten Ventils schon die Grätsche gemacht hatte, war eine bessere Konstruktion in Form einer gepimpten Schraubzwinge angesagt, dazu habe ich meine überragenden Schweißkünste **hüstel** bemüht.


Eingespannt im Schraubstock bleiben so beide Hände frei und die Montage der Ventile ist ein Kinderspiel.


Doch zunächst ist mal die Reinigung und das Einschleifen der Ventile dran.

Gruß,
Ebi


Zuletzt bearbeitet von Ebi am 4.1.2018, 11:00, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Hagen
Verfasst am: 3.1.2018, 20:02 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 13.11.2007 Beiträge: 287
Hallo Ebi,

das ist wirklich eine spitzen Anleitung.
Trotzdem hoffe ich, dass ich sie nie brauchen werde...

Grüße

Hagen
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gk
Verfasst am: 3.1.2018, 20:53 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 5414 Wohnort: ---
Ebi hat Folgendes geschrieben:

Minimale Spuren an den Kolben, die nicht mit den erhabenen Streifen in den Zylindern korrelieren.



moin ebi,
da klebt aber kein alu vom kolben in der buchse? könnte man mal versuchen, ob es sich mit ätznatron rauswaschen läßt.

Ebi hat Folgendes geschrieben:

hätte ich mich da wohl nicht drangewagt, ist aber alles kein Hexenwerk.



prima, wieder eine erfahrung reicher und in der sicheren gewißheit, dass deine köpfe in ordnung sind.

Ebi hat Folgendes geschrieben:

Habe mich ein bißchen gewundert, dass die EV und AV unterschiedliche Führungen haben, so stehts auch im ET-Katalog. Wieso das so ist, erschließt sich mir nicht, vielleicht weil die braunen statt 1 € nur 80 ct kosten ? hmmmm



die grünen ventilschaftdichtungen der auslaßventile sind aus viton (etwas temperaturbeständiger) und in der tat im einkauf wenige cent teurer.

Ebi hat Folgendes geschrieben:

die max. zulässigen 1,0 mm des WHB sind eine Menge Holz und nach meinem Gefühl viel zu hoch angesetzt !



da bin ich ganz auf deiner seite und hatte ja bereits an anderer stelle erwähnt, dass nicht wenige hersteller viel strengere vorgaben haben.


weitermachen!
günni
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breitflansch
Verfasst am: 7.1.2018, 16:33 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 21.10.2017 Beiträge: 30 Wohnort: Hamburg
Zitat:


da bin ich ganz auf deiner seite und hatte ja bereits an anderer stelle erwähnt, dass nicht wenige hersteller viel strengere vorgaben haben.
günni


Moin,

0,8-1,0mm ist zumindest im Pkw-Motorenbereich eine gängige Verschleißgrenze
für das Kippspiel.
Ich find's auch eher Stahlbaumäßig.

Ebi, sehr schöne Doku, werde ich bestimmt noch sehr gut gebrauchen können.


Gruß Sven.
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gk
Verfasst am: 7.1.2018, 18:04 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 5414 Wohnort: ---
breitflansch hat Folgendes geschrieben:
Zitat:


da bin ich ganz auf deiner seite und hatte ja bereits an anderer stelle erwähnt, dass nicht wenige hersteller viel strengere vorgaben haben.
günni


Moin,

0,8-1,0mm ist zumindest im Pkw-Motorenbereich eine gängige Verschleißgrenze
für das Kippspiel.


joo, die drehen aber in der regel auch keine 9000/min und haben bis zu einem solchen verschleiß meist mehrere 100tkm zurückgelegt.
man kann sich ja mal vorstellen, was passiert, wenn das ventil mangels korrekter führung nicht sauber in seinen sitz läuft. das ganze dann noch unter berücksichtigung der höchstmöglichen drehzahl.
motorradhersteller legen hier meist andere verschleißgrenzen zu grunde. schöner vergleich, da ähnliches konzept, suzuki tl1000 einlaß/auslaß jeweils max. 0,35mm kippspiel.

weitermachen!
günni
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breitflansch
Verfasst am: 7.1.2018, 18:23 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 21.10.2017 Beiträge: 30 Wohnort: Hamburg
Moin Günni,

wie geschrieben, ich find's ja auch sehr tolerant Very Happy

bzgl. TL Motor, der hört sich aber immer so an als wenn da überhaupt keine Ventilführung verbaut wurde Laughing , aber das hat dann doch andere Gründe..

Gruß Sven
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Ebi
Verfasst am: 7.1.2018, 19:18 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Jo, bei den alten Golfmotoren geben sie wohl bis zu 1,3 mm an Shocked. Verläßliche und übereinstimmende Angaben finde ich allerdings nur für das Schaftspiel bei Neuaufbau.



Wenn ich mal den Mittelwert dieser Angaben nehme, sind das beim EV ca. 0,03 mm und beim AV 0,04 mm. Die Ventilführung ist 38 mm lang, wenn die Ventile 10 mm Hub haben, habe ich etwas mehr als die doppelte Schaftlänge gemessen, d.h. ein EV müßte über den Daumen gepeilt neu ein Kippspiel von unter 0,1 mm haben und ein AV vielleicht um die 0,1 mm oder etwas darüber !

Also grundsätzlich ist es wohl normal, dass die AV etwas mehr Kippspiel haben.

Der AV-Schaft wird zum Ventilteller hin auch deutlich dünner, ist dort wohl die Sollbruchstelle Rolling Eyes

Gruß,
Ebi
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