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corsacorsaro
Verfasst am: 10.1.2007, 23:10 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1701 Wohnort: Elm-Asse
Ciao Tifosi Very Happy
An alle Freunde der alten, hervorragenden, klassischen Morinis, an alle Freunde moderner Technik, an alle durchgeknallten Liebhaber wirklich schneller Motorräder, die nun auch einmal Erfahrungen zu der neuen großen Morini in diesem Forum lesen wollen. An diejenigen von Euch, die nicht die Möglichkeit haben den weltweit ersten 10000 Kilometer Test der Corsaro 1200 in der "La Strega" zu lesen. Hier nun ein kurzer Abriß der ersten Saison mit dem neuen Piraten.
Im Februar 2006 konnte ich nach langen Kalkulationen, dem ständigen Umdrehen meiner letzten Kröten und einigen Gesprächen mit meinem Ex-Chef (...Motorradhändler), endlich den eigentlich schon lange gefaßten und angekündigten Beschluß eine neue Morini zu kaufen, sobald dieses möglich sein sollte, in die Tat umsetzen. Unter Preisgabe meiner schönen, roten Triumph Daytona, Crying or Very sad, setzte ich alles in Bewegung und konnte Mitte Februar meine rote Corsaro abholen. Aufgrund des Wetters blieb sie erstmal im Zimmer stehen und sollte ab März ihren Dienst aufnehmen. Dies tat sie nach einmonatiger Feierei leider nicht planmäßig, sondern versagte aufgrund einer inzwischen entladenen Batterie und eines dabei "abgestürzten" Bordcomputers. Nach kurzem Check bei FAR in Fallersleben stellte es sich heraus, daß der hintere Zylinderkopf leider auch noch einen Gußlunker hatte, etwas ölte, und ich nun auf Teile warten mußte. Nach 6 Wochen kamen diese, heißersehnt, zum Einbau, und ich konnte endlich fahren. Nach der ersten Inspektion lief das Motorrad immer unruhiger und ging dann schließlich ganz aus. Man einigte sich als Ursache auf einen defekten/s Rechner/Programm und zufällig sollten zeitgleich alle Kunden auf Garantie eine neue Rechnereinheit, Anlasserübersetzung und Batterie erhalten. Das paßte eigentlich ganz gut, da damit der etwas unrunde Lauf im Schiebebetrieb verbessert werden sollte. Weitere 6 Wochen Wartezeit bedeuteten allerdings einen schon ziemlich peinlichen Fehlstart. Leider lief das Moped nach Einbau der neuen Teile auch nicht. Nach einigem Hin und Her stellte sich heraus, daß der "neue" Kopf aus Italien leider seine Ventilkeile nicht richtig sitzen hatte. Beinaheabsturz, Desaster knapp vermieden!
Klassischer hätte ein Fehlstart nicht stattfinden können. Es hatte halt schon so einen dämlichen Testpiloten wie mich treffen müssen um das Abenteuer auch zum glücklichen Ende zu bringen. Obwohl...zeitweise ließ mein Durchhaltewille und der Glaube an eine glückliche Morini-Zukunft zu Wünschen übrig. (Nur die Harten kommen in den Garten, oder...irgendwann ist jede Pechsträhne beendet!!!)
Leute, der Optimismus und Kampfgeist wurde belohnt! Nun begann tatsächlich der schöne Teil der Saison, Ende Juli 2006.
Das Ding lief plötzlich wirklich hervorragend. Kein Ruckeln, kein Hacken im hohen Gang. Springt immer (wirklich immer!) an. Bei jeder Temperatur ( 0° C. bis 40°C.), im Regen, im Staub des heißen WM-Sommers, in der Stadt nach kurzer Kurzstrecke und nach langem, heißen Galopp über die Piste. Und dieses einschmeichelnde Gefühl, im superbequemen Sattel mit schmalem Lenker, optimalen Rasten, beim blubbernden Bollern des Motors seidenweich über schlechte Strecken zu gleiten. Jederzeit zu infernalischer Leistung bereit wie eine zum Sprung bereite Wildkatze, die erst schnurrt und dann ihren wilden Charakter herausschreit. "Dr. Jeckyll and Mr. Hyde" ...oder eine unter Tarnung fahrende Freibeutergalleone, die plötzlich beidreht, den Jolly Roger aufzieht, losgelassen ihre ganze Harmlosigkeit ablegt und nur noch angreift. Immer nach vorn...Attacke. Bei Vollgas in den unteren Gängen sieht man, je nach Körperspannung, entweder den Himmel, oder das Cockpit knallt plötzlich an´s Visier des Helmes. Das schont vielleicht den Vorderreifen, erfordert aber etwas Übung um nicht erschrocken die Kontrolle zu verlieren. Im höheren Gang dreht das Ding mit leicht werdender Lenkung brutalst nach vorn.
Der Durchzug ist der Hammer. Der beileibe nicht harmlose Triumph Triple sieht dagegen etwas bemüht aus, vor allem weil er dabei schon bald doppelt so hoch drehen muß.
Buckel, Dellen, Löcher, Wellen werden locker, zielgenau und stabil überflogen. Das Fahrwerk ist allererste Sahne!
Das Motorrad könnte etwas kleiner und leichter sein.
Der Verbrauch ist mit 7-8 Litern Sprit meiner Meinung nach etwas zu hoch. Das Cockpit verträgt den Sprit im Falle einer Benzindusche leider überhaupt nicht und wird milchig und rissig. Vorsicht bei dem Versuch wirklich vollzutanken. Die Pirelli Reifen finden sicher einen besseren Nachfolger bei Michelin Pilot Power oder Conti Attack. Allerdings halten sie relativ lange. Hinten knapp 6000km und vorn bislang 10500km, ...aber schon ziemlich runtergefahren, vor allem an der Seite.
Die Bremsen sind, denke ich, guter Klassendurchschnitt. Um sich bei diesem Thema zu verbessern empfehle ich eher ein Sicherheitstraining. Ehrlich gesagt hätte ich ein ABS mitgekauft wenn es denn eines gegeben hätte.
Nach einiger Zeit fing der Motor oberhalb des Ritzeldeckels an zu ölen. Zum Glück ließ es sich von außen wieder abdichten. Um es richtig zu machen müßte der Motor ausgebaut und geöffnet werden, weil es sich um die Gehäusedichtung handelt. Mal sehen wie lange das hält. Das erste Rennstreckentraining und die weiteren 3000 Kilometer blieb es bislang trocken. Insgesamt hat man das Gefühl, daß am Motor insgesamt ordentlich mit Dichtpaste herumgeschmiert wurde.
Die mechanische Geräuschkulisse ist nicht unbedingt so ruhig wie man das erwartet oder gewünscht hätte. Es rasselt doch auf der rechten Seite ganz ordentlich. Eventuell handelt es sich um Resonanzschwingungen aus dem Steuerkettentrieb. Aber der Triple ist eigentlich auch nicht viel leiser. Von Ducati ganz zu schweigen.
Die Anti Hopping Clutch arbeitet neutral und funktioniert scheinbar gut.
Das Lenkkopflager hat, weil es zu fest angezogen war, leider bereits eine leichte Mittelrastung.
Endgeschwindigkeit 255 Sachen!
Insgesamt handelt es sich nach über 10000 Kilometern, in 4 Monaten weitgehend störungsfrei abgefahren, um ein herrliches, schnelles Superbike mit Fighterqualitäten. Unglaublich dynamisch, toller Seriensound, hervorragende Verarbeitung, Spitzendesign, erstklassige Zulieferteile, sehr gute Lackierung, tolle Details. Aber auch ein PC als elektronische Anlage für Zündung und Einspritzung, mit elektronischen Gimmicks im Cockpit, "entmündigender" Startautomatik und schlecht erreichbarer Batterie, die ein extra verlegtes Ladekabel aus dem Zubehör erfordert.
Fazit: Fehlstart mit anschließender endloser Begeisterung.
Hervorragendes Motorrad! Nicht umsonst dritter Platz beim "Bike of the year"
Wer sich jetzt entscheidet wird ein relativ ausgereiftes, zuverlässiges Motorrad erhalten. Ich kann sie nur allen Interessenten empfehlen. Kleinere Mängel bleiben der Natur eines italienischen Motorrades sympathischerweise erhalten.
Ich freue mich auf die nächste Saison und bin wirklich froh diese Entscheidung getroffen zu haben, auch wenn dafür meine "Moral" hart geprüft wurde.
Corsaro Freunde. Wir treffen uns beim 27. Morini Treffen an der tschechischen Grenze bei Winfried. Und bis dahin viel Spaß! Razz
Viva Morini per sempre
Dirk scuderia Corsa Corsaro
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Siggi
Verfasst am: 11.1.2007, 9:27 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 05.01.2007 Beiträge: 372 Wohnort: Stuttgart
Hallo Dirk,
sehr schöner, engagierter Bericht. Ich würde ihn gerne durch meine eigenen Erfahrungen ergänzen.
Ich habe mir meine Corsaro zu Weihnachten 2005 unter den Baum gestellt, ist also aus der 1. Serie. Wetterbedingt (Streusalz!) musste ich mich dann bis März gedulden. Bis jetzt hat sie gute 13 000 km.
Von echten Problemen bin ich bis jetzt Gott sei Dank verschont geblieben. Als Rückrufaktion wurden die Dekompressionsstifte gewechselt, ein neues Steuergerät und die neue Anlasserübersetzung zusammen mit größerer Batterie eingebaut. Mit dem alten Mapping ist sie zwar auch zuverlässig angesprungen, man durfte aber keinesfalls am Gasgriff drehen, bevor sie nicht wenigstens 15° Wassertemperatur hatte. Und bei niedriger Drehzahl hatte sie oft heftigen „Schluckauf“, das ist nun weg, man kann auch nachbarschaftsfreundlich sofort wegfahren aber der Benzinverbrauch ist nun rund 10% höher. Die Probleme mit dem Motorlauf bei kleinen Drehzahlen kamen meiner Meinung nach von sehr magerer Abstimmung in diesem Drehzahlbereich (Euro 3!!). Bei höherer Drehzahl ist sie wohl recht fett abgestimmt, der Benzinverbrauch ist für ein heutiges Bike schon sehr hoch, ich brauche so ab 7,3 Liter/100km.
Auf Garantie gewechselt wurde der Sensor für den Tacho und der Kupplungsnehmerzylinder, in Höhen ab 2500 m musste ich „pumpen“, um kuppeln zu können, kam man vom Paß wieder runter, war alles wieder normal.
Ich vermute, dass die Anti-hopping Kupplung mittlerweile nicht mehr richtig funktioniert, vielleicht sind die Federn gebrochen, das muß man demnächst mal nachsehen.
Auch bei mir sind die Lenkungslager Schrott, sie waren anfangs viel zu stramm, habe ich korrigieren lassen, aber jetzt haben sie eine Mittelrast.
Die Originalschalldämpfer habe ich durch eine SR-Anlage ersetzt, sie gefallen mir besser als die Originale und sind wesentlich leichter, der Sound auch noch besser, aber noch legal. Einen Gepäckträger habe ich selbst gebastelt, ich hänge den statt des Soziussitzchens ein (meine Frau ist nur einmal mitgefahren und will da nicht mehr drauf).
Den Tacho habe ich mit GPS überprüft, er geht rund 10% vor, das ist ziemlich viel. Die Endgeschwindigkeit liegt bei echten 235 km/h; der Drehzahlbegrenzer kommt bei 8900 U/min, mit den angegebenen Übersetzungen und dem bei Belastung gemessenen Abrollumfang errechnet sich diese Zahl (die Zunahme des Abrollumfangs mit der Geschwindigkeit ist nicht berücksichtigt).
Die Pirellis waren nach 4500 km mehr als fertig, ich habe nun den 2. Satz Conti drauf, sagen mir sehr gut zu, sehr gutes handling und guter Grip. Vorne nehme ich den Sport Attack (hält auch so rund 4-5000 km), hinten den Road Attack, etwa gleiche Laufleistung, wenn man sich auch mal zusammen nimmt). Ich werde demnächst mal den Pilot Power versuchen, mit dem ich auf meiner Laverda sehr gute Erfahrungen habe.
Das Fahrwerk ist gut, wenn auch hinten zu weich, obwohl ich relativ leicht bin, habe ich die Vorspannung deutlich erhöht, obwohl das natürlich nicht der Weisheit letzter Schluß ist, auch die Druckstufe habe ich erhöht (3 clicks offen), die Zugstufe eher reduziert (11 clicks offen). Die Gabel spricht sehr gut an.
Der Motor ist eine Wucht, da gibt’s nichts zuzufügen. Auch ich bin von der Morini begeistert und bereue den Kauf keinesfalls.
Viele Grüße
Siggi
(Siggi’s Rieslingteam, Corsaro 1200, Laverda 750SF, Laverda 650 Sport)
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BSer
Verfasst am: 13.1.2007, 11:28 Antworten mit Zitat
Colomi Colomi
Anmeldedatum: 05.01.2007 Beiträge: 9 Wohnort: Braunschweig
Hallo Siggi!

Ich kann mich an dem Erfahrungsaustausch hier (noch) nicht beteiligen, da ich erst in Kürze zu den Corsaristi zähle. Allerdings lese ich regelmäßig bei italobikes.de mit und da gab es zum Thema "Kupplung" den folgenden Thread. Vielleicht ist das ja interessant für Dich.

Beste Grüße,
BSer

Kupplung, Griff ins Leere
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Siggi
Verfasst am: 13.1.2007, 19:41 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 05.01.2007 Beiträge: 372 Wohnort: Stuttgart
Hallo,
danke für den Tip, ist genau das geschilderte Problem (ich kannte die dortige Diskussion). Wurde wie gesagt von Morini prompt behoben.
Affettuosi saluti
Siggi
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corsacorsaro
Verfasst am: 1.2.2007, 15:42 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1701 Wohnort: Elm-Asse
Hallo Freunde
Gestern gab es um 21:15 bei DSF eine Motobike Reportage über die Corsaro 1200. Schöne Bilder und relativ oberflächliche Testerei, aber immerhin im Fernsehen.
Wer es nicht gesehen hat aber dennoch Interesse hat, es gibt diverse Wiederholungen. Hier nun die Termine.

03.02. 10:15
04.02. 16:15
07.02. 13:45
10.02. 18:00
14.02. 21:45
20.02. 21:15
18.02. 13:45
03.03. 16:00
10:03. 10:15

Viel Spaß beim Anschauen!
Ciao Dirk
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BSer
Verfasst am: 1.2.2007, 17:25 Antworten mit Zitat
Colomi Colomi
Anmeldedatum: 05.01.2007 Beiträge: 9 Wohnort: Braunschweig
Hi Dirk!

Der Bericht war wirklich sehr oberflächlich, aber richtig - immerhin gibt es mal ein paar bewegte Bilder! Insgesamt kommt die Corsaro ja sehr gut weg bei dem Tester. Aber das Problem, dass sie im Stand immer ausgeht, hat er ja auch sehr deutlich aufgegriffen ... und dass, obwohl es sich angeblich um ein 2006'er Modell handeln sollte. Sehr irritierend! Hoffentlich trifft mich mich das nicht auch bei meiner Corsaro, denn bei der Probefahrt im letzten Jahr hat mich das auch ziemlich genervt ... die Kiste hatte nämlich die gleichen Probleme. Der Händler meinte daraufhin, dass das Steuergerät noch "lernen" würde und sich das Absaufen nach gewisser km-Leistung einstellen würde. Kennt dieses Thema jemand bzw. kann das bestätigen?

Beste Grüße!
BSer
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corsacorsaro
Verfasst am: 2.2.2007, 17:33 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1701 Wohnort: Elm-Asse
Hallo Henning
Meine Kiste hat diese Mätzchen nie praktiziert. Sicher ist auch mal der Motor augegangen, aber das kam bei meinen anderen Einspritzern auch mal vor, und ebenso an den Vergaserkisten beim Bremsen vor der Ampel. Sie hat eher mal im kalten Zustand geruckelt, oder man durfte unter 15° C Wassertemperatur auf keinen Fall Fas geben weil sie dann sofort ausgegangen ist. Ich habe nach Erhalt der aktuellen Zündbox alle diese Problemchen nicht mehr gehabt! Das Fahrzeug im Test besaß noch nicht das verchromte Röhrchen für die Kabel der hinteren Blinker im Radkasten.
Das deutet auf ein frühes Modell hin. Modell 2006, was denn sonst? Andere gab´s ja noch nicht. 2005er sind frühe 06er Modelle, die müssen ja irgendwann mal gebaut worden sein. Ich kann mir vorstellen, daß der Sender den Test relativ früh gemacht hat und nun erst sendet. Am Anfang haben ja mehrere Kunden über diesen Ärger gesprochen/geschrieben. Vielleicht konnten die Händler auch noch nicht mit der Inspektionssoftware umgehen. Das Synchronisieren der Drosselklappen erfordert wohl einen PC mit spezieller Software. Das ist immer eine gute Fehlerquelle!
Ob das noch in deutlicher Form ein Problem ist, kann ich Dir nicht sagen. Wenn´s so wäre, würden sie sich bei italobikes sicher schon im roten Bereich darüber zanken. So gesehen tatsächlich immer eine gute Quelle.
Laß Dich nicht verunsichern.
Ciao Dirk
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otti
Verfasst am: 4.2.2007, 17:06 Antworten mit Zitat
Corsarino Corsarino
Anmeldedatum: 05.01.2007 Beiträge: 11 Wohnort: 48703 Stadtlohn
hi all !

hab den "test" auch gesehen und daraufhin kurzerhand ne e-mail an Herrn März unseren Generalimporteur geschrieben.

Der Antwortete promt und versicherte mir das das Problem mit dem Motorabsterben nur bei der ersten Serie vorkam und seit mitte 2006 behoben ist.

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Ihr seid doch nur neidisch weil die leisen Stimmen nur zu mir reden......
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corsacorsaro
Verfasst am: 7.2.2007, 22:12 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1701 Wohnort: Elm-Asse
Ciao Tifosi Very Happy
Hier nun die ersten Erfahrungen zu Inspektionskosten bei der Corsaro 1200. Shocked

1000 km Inspektion ca. 130,- Euro

10000 km Inspektion ca. 380,- Euro

Die erste Inspektion ist eine kleine Durchsicht mit Ölwechsel.
Bei der zweiten handelt es sich um eine große Durchsicht mit Kontrolle des Ventilspiels und Öl- und Filterwechsel sowie Kerzentausch. Ölsieb und Luftfilter werden nur gesäubert. Dabei kann nach Erfordernis beim Einstellen des Ventilspiels der Endbetrag stark variieren. Bisher habe ich noch nicht gehört, daß Ventile eingestellt werden mußten. In diesem Falle müßten die entsprechenden Nockenwellen ausgebaut werden.
Der Zugang zu den Ventildeckeln ist sehr ordentlich gemacht. Ebenso die Erreichbarkeit des Luftfilters. Im Luftfilterkasten/Entlüftung befand sich etwas Restöl was zu leichten Austritten und Schmier geführt hat. Der Kettensatz ist angeschlagen und wird wahrscheinlich bei 15000 km schlapp machen. Das Lenkkopflager war viel zu fest angezogen und wurde gelöst. Die Reifen sind in Kürze fällig. Das heißt: 300,- Euronen für Michelins und ca. 150,- für den Kesa sind Anfang bis Mitte der Saison noch zu zahlen. Aber die Reifen sind bei solchen Mopeds eh ein Dauerposten. (Bei der Daytona war es alle 6 Wochen ein BT10SS für´s Hinterrad. Crying or Very sad )
Dagegen ist jede alte Morini eine Sparbüchse. Der Kettensatz enttäuscht etwas. Er muß allerdings auch heftig einstecken. Wheelie, oops. Embarassed
Insgesamt sind die Kosten für ein Fahrzeug dieser Klasse sehr erträglich. Razz Selberschrauber könnten die reine Mechanik, solange sie dessen fähig sind, selbst warten. Die Elektonik/Einspritzung erfordert sehr spezifische PC Kenntnisse und Software. Wer sich solch ein Fahrzeug anschafft sollte solche Kosten akzeptieren und vielleicht einen freundschaftlichen Kontakt zum Händler/Werkstatt pflegen und ihm ruhig seine Existenz gönnen. Zum Sparen hat man ja eventuell schon die Stößeltrommel im Stall.
Ich warte jetzt auf die Startampel und dann...ab durch die Mitte. Razz
Ciao, Dirk scuderia Corsa Corsaro
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BSer
Verfasst am: 9.2.2007, 17:24 Antworten mit Zitat
Colomi Colomi
Anmeldedatum: 05.01.2007 Beiträge: 9 Wohnort: Braunschweig
Hi Dirk!

Anscheinend haben wir uns vorgestern nur knapp beim FAR verpasst. So jedenfalls der Ansprechpartner vor Ort ... wir kamen aufgrund der sehr übersichtlichen Morini- bzw. Corsaro-Gemeinde kurz auf Dich zu sprechen.
Naja, jedenfalls hatte ich das Vergnügen, die Veloce mit Alternativ-Steuergerät und offenen Termis zu hören. ALTER FINNE! Shocked Ich glaube, ich gehe auch unter die Illegalen! Twisted Evil
In spätestens 7 Tagen stehen die 140 Pferde in meinem Stall und dann hoffe ich, dass der März - nicht der Generalimporteur Wink - den Frühling bringt.

PS. Sollte man das Lenkkopflager besser sofort richtig einstellen (lassen), bevor man die ersten Kilometer fährt? Oder reicht das zur 1000-km-Durchsicht?

Beste Grüße,
Henning
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corsacorsaro
Verfasst am: 9.2.2007, 23:01 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1701 Wohnort: Elm-Asse
Hallo Henning
Schade, daß wir uns nicht getroffen haben!
Handelt es sich dort um Deine Veloce? Sieht wirklich Klasse aus. Exclamation
Auspuff, Fußrasten und die schwarze Gabel machen wirklich was her. Gute Wahl. Ich hab mein Moped von der Inspektion abgeholt und noch ein wenig geschnackt, und dann neue Mopeds angesehen. Wetter war auch schön, eigentlich eine runde Sache an einem freien Tag.
Das mit dem Lenkkopflager sollten sie in Italien eigentlich mittlerweile gemerkt haben. Meins war wohl knallfest angezogen. Man hat´s beim Fahren aber nicht gemerkt. Ich würde es bei der ersten Inspektion kontrollieren lassen, aber ich glaube, daß das nicht mehr nötig ist.
In Braunschweig habe ich mir gestern bei KaPee (Pramme) im Mittelweg (...an der Aral Tankstelle) den neuen Ducati- Händler angeschaut. Er hat die neue 1098 stehen. Auch ein wunderschönes Gerät. Ebenso die 1000 Sport mit Speichenrädern, schwarzen Felgen und rotem Lack. Dann geht es mit Ducati vielleicht auch wieder weiter in Braunschweig. Im März wird es bestimmt schön warm, wirst sehen. Dann bollert´s wieder überall.
Ci vediamo
Dirk
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otti
Verfasst am: 23.2.2007, 20:53 Antworten mit Zitat
Corsarino Corsarino
Anmeldedatum: 05.01.2007 Beiträge: 11 Wohnort: 48703 Stadtlohn
Hi Leute 1 Hab jetzt innerhalb der letzten woche die ersten 800 km auf meiner Veloce abgespult und kann nur sagen.......wow !!! Besonders die straffere federung gegenüber der Standart corsaro macht sich meiner Meinung nach bestens und von den Termis und den anderen nettigkeiten will ich garnich erst schwärmen. Ok.... sie springt etwas widerwillig an wenn se kalt ist aber ich glaub das haben alle corsaros oder ??? Rolling Eyes

Ansonsten : Hut ab vor diesem schätzchen.... Very Happy

_________________
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corsacorsaro
Verfasst am: 9.4.2007, 22:46 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1701 Wohnort: Elm-Asse
Ciao Morinisti e Corsaristi
Kleiner Zwischenbericht für die Freunde der Moderne.
Kilometerstand beim "Roten Corsaren" inzwischen 12300.
Neue Reifen montiert: Pilot Power. Am Anfang das Gefühl zu übersteuern, aber das Ding ist im Gegensatz zu den Pirellis einfach nur super kurvenwillig!!! Kein Vergleich. Haftung auch kalt sehr gut und läßt sich auch auf der Strasse bis zur letzten Rille fahren. Tolles Gefühl von sicherer Schräglage. Kein Einklappen mehr! Echte Empfehlung.
Cockpit wurde bei der Inspektion auf Garantie getauscht. Verbraucht jetzt scheinbar noch etwas mehr Benzin (9 Liter) aua!, aber der Drehzahlbegrenzer schaltet nicht mehr bei 8500 ab. Kann jetzt bis an den "Roten" drehen. Das muß ich noch einmal unter rabiatem Vollgas in den unteren Gängen antesten. Ich probiere jetzt mal Super Super Sprit, also 100 Oktan, egal wie teuer. Versuche damit mal den Verbrauch wieder zu reduzieren. Subjektiv läuft der Motor etwas runder, weicher, naja subjektiv eben. Beim nächsten vollen Tank wird gerechnet.
Am linken Gehäusedeckel sammelt sich nach wie vor immer wieder etwas Öldunst neben dem vorderen Zylinder. Find ich nicht so richtig schön, aber es ist auch nicht wirklich viel. Immer so, daß man es wegwischt und nach Tagen sieht, daß wieder etwas nachgelaufen ist. Ich fahr damit die Saison zu Ende und stelle mir dann die Gewissensfrage ob es wegen dem bißchen Öl nötig ist den Motor auseinander zu reißen. (...und damit praktisch das ganze Fahrzeug). Diese Ölerei betrifft scheinbar mehrere Fahrzeuge. Wenn es so bliebe, wie es ist, wäre es mir fast egal. Meine olle Stößeltrommel hat auch nach dem ersten Sommer an der Mitteldichtung vorn zwischen den Motorhaltern geschwitzt. Da hätte ich nie den Motor zerlegt! Immer mal gewischt und fertig.
Insgesamt immer noch bestialisch gut zu fahren!
Der Trainingstermin am 14.04. klappt leider wegen momentaner beruflicher Überlastung nicht. Aber am 04.06. fahre ich mit meinen alten Triumph Kollegen und Kumpels nach Oschersleben. Triple necken. Dann gibt´s Neues zu lesen.
Bis dann, ciao
Dirk, beim Schüren der Glut (...frei nach Jean Jaures)
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corsacorsaro
Verfasst am: 13.4.2007, 18:55 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1701 Wohnort: Elm-Asse
Ciao Tifosi
Letzte Messung Benzinverbrauch:
8,41 Liter Aral Super Plus auf 99,6 Kilometer.
Also sagen wir mal großzügig 8,5 Liter auf Hundert bei Alltagskurzstrecke zur Arbeit und retour, sowie einigen schnelleren Abendrunden im Elm.
Ist noch immer etwas viel, oder?
Es soll ein neues mapping in Arbeit sein. Mal sehen was kommt.
Begrenzer setzt jetzt, bei Vollgas in den unteren Gängen, erst bei ca. 9300 U/min ein. Also ein deutlicher Unterschied (800 U/min)zu dem ersten Cockpit, wenn´s denn tatsächlich daran lag. (...sowas ist übrigens ganz schön heikel auszuprobieren und korrekt abzulesen ohne Schleppzeiger)

In der "Strega" und der aktuellen "Motorrad" ist zu lesen, daß Moto Morini nun zu 100% der Familie Morini gehört, und jetzt statt Roller-und Minimopedmotoren verstärkt Motorräder in den alten Werkshallen gebaut werden sollen. 2000 neue Morinis sollen in 2006 produziert und verkauft worden sein. 400 davon, so hörte ich beim Händler, in Deutschland. Eben bei diesem Händler stand bei meinem letzten Besuch auch nur noch eine 91/2 im Fenster. Und im Braunschweiger Raum sollen insgesamt etwa 10 Corsaro bzw. 91/2 herumfahren. Nachfrage im Vergleich zur Benelli TNT deutlich steigend.
Na denn man tau.
Ciao Dirk
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gk
Verfasst am: 13.4.2007, 21:27 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 4131 Wohnort: sperrgebiet
hab ich richtig gelesen ? 8,5 liter bei landstrassenbetrieb ? respekt

da wird wohl , wie bei vielen anderen konzepten , der sprit mehr zur kühlung als zur umsetzung in kraft benötigt . aber dattt isss ja unser hobby .

irgendwie schläft da die moppedindustrie . beim auto geht es seit jahren fast nur nach unten mit den verbräuchen , dies auch trotz ständig wachsenden literleistungen und steigenden fahrzeuggewichten . beim mopped kann man das eher nicht beobachten , obwohl man auch da fast alle helferlein heute schon mit an bord hat (einspritzung mit lambdaregelung , klopfregelung , kennfeldzündungen ....)
die verbräuche sind realistisch gesehen im vergleich zum fahrzeuggewicht , fahrwiderstand etc heutzutage eigentlich noch viel zu hoch .da geht noch was mit etwas "feintuning".

das ging auch schon einmal besser , meine tl(keine 97er) kam bei solchem betrieb mit 5,5 - 6 liter aus . meine französin konnnte das auch , allerdings bei etwas weniger leistung .
die darauf folgende aprilia war da schon wieder eher schluckspecht mit 6,5 - 7 litern bei landstrassenbetrieb und da dachte ich schon , mehr geht nicht . aber 8,5 sind `ne ansage . das tät mich nerven .
was braucht sie denn , wenn du es mal richtig brennen läßt ?

hab heute abend mit meiner tochter und unserer 35 jahre alten cb 125 `ne runde durchs naturschutzgebiet ( auh weia !!!) gedreht und das mit 15 ps bei 10500/min ( die zweifle ich allerdings erheblich an) und bei unserer "zuckelei " 2,5 liter verbrauch , hmmm ... eigentlich ja auch schon zu viel .
weitere verkehrsteilnehmer heute abend ???? nur rehe , hasen und füchse
wattt war dattt scheeeen und ich sach euch meine kleeene kommt mal ganz nach mir , hoffentlich . ( noch hat sie benzin im blut)

_________________
munter bleiben
günni


Wenn DAS die Lösung ist, dann hätte ich gern mein Problem zurück
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