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<  Motor  ~  Oelleck und Motordichtungssatz

gacaro
Verfasst am: 26.10.2016, 20:07 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 11.01.2011 Beiträge: 30
Hallo,

ich habe vor gut 2000 km meinen Motor komplett revidiert und auf 400 ccm aufgerüstet.

Leider schwitzt er nun leicht in der Gehäusefuge und an den Zylinderfußdichtungen. Nicht dramatisch, aber bei einem vollrestaurierten Moped argerlich.

Die Gehäuseteile habe ich dünn mit Hylomar eingegedichtet, die neuen Metall-Zylinderfußdichtungen mit Dirko HT bestrichen. Die Dichtflächen sahen plan und unbeschädigt aus.

Nun habe ich einen Motordichtsatz von Athena erstanden.

Dieser hat eine 0,1 mm Papierdichtung für´s Motorgehäuse.
Ist der Einsatz sinnvoll (mit/ohne Dichtmasse)?

Es liegen Papierdichtungen für die Zylinderfüße und Gewebedichtungen mit Metalleinfassung für die Zylinderköpfe bei. Ist der Einsatz jeweils anstatt der üblichen Metalldichtungen wegen der höheren Elastizität anzuraten ( mit / ohne Dichtmasse)?

Modifiziert ihr die Motorentlüftung beim Umbau auf 400 ccm?

Sind eure Motoren 100%ig dicht?

Bin ich vielleicht zu pingelig?

Wie sind eure langjährigen Erfahrungen? Würde mich wirklich interessieren.


Viele Grüße

Robert
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Sir1
Verfasst am: 26.10.2016, 21:33 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 1981 Wohnort: Hygind, DK
Hylomar würde ich nicht empfehlen. Eigentlich nur für die Kupplungsbuchse, wie im WHB beschrieben. Ich habe anfangs auch Hylomar benutzt. Hat aber nie dicht gehalten. Dirko müsste normalerweise dicht halten - auch bei der Fussdichtung (- alles ordentlich abgefettet vor der Auftragung?)

Motorentlüftung sollte so bleiben wie sie ist. Ist ja gleich bei allen Motoren, egal welcher Hubraum.
Habe dieses Jahr Lambertini über die Funktion der Labyrinthe gefragt - ob sie nur als Ölauffang und/oder bei der Druckausgliech auch dienen. Seine Antwort war, dass sie grosse Bedeutung bei der Druckausgleich haben - also sollte man es so behalten wie es ist. Sonnst könnte Kühlung der Köpfe und Schmierung der Kipphebel im Extremfall scheitern.

Übrigens werden meine Motoren sehr hart gefahren, also erwarte ich keine langzeitige Dichtigkeit - ist auch selten so Wink

_________________
Søren
morinist.de
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Robert Reuter
Verfasst am: 26.10.2016, 23:28 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 09.01.2007 Beiträge: 561
Ich heiße auch Robert, und mein 400er ölt auch. Very Happy

Wenn Dein Motor nur leicht schwitzt, ist das vielleicht wirklich pingelig. Ich wäre froh, wenn es so wenig wäre, ich brauche hinter dem hinteren Zylinder einen eingeklemmten Schwamm...

JSF hatte mir mal geraten, die Motorbefestigungsbolzen fester anzuziehen, dadurch werden ja die Gehäusehälften zusammengedrückt. Habe ich dann gemacht, mit glaub ich 28 NM, ölt aber immer noch.

Besonders hinter dem hinteren Zylinder sind Morinis ja fast immer ein bisschen ölnebelig. Kann man vielleicht verschmerzen, auch wenn das Krad sonst aussieht wie aus der Vitrine.

Gruß, rr
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Karlo
Verfasst am: 27.10.2016, 6:53 Antworten mit Zitat
Bialbero Bialbero
Anmeldedatum: 14.06.2016 Beiträge: 25
Moin Kollegen.

Meine Motore sind alle völlig dicht. Auch nach hoher thermischer Belastung. Dabei verwende ich ausschliesslich die Standarddichtungen und sonst nur Dirko rot. Auch zwischen den Gehäusehälten. Es wird eben sorgfältig vorbereitet und montiert.

Nichts hasse ich mehr als öltropfende Motore.


Als einzige Ausnahme muss ich leider die Kupplung hinnehmen, an der sich früher oder später eine Leckage an der durch Dirko gedichteten Welle einstellt.

Gruss aus HH, Karl.
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gacaro
Verfasst am: 27.10.2016, 15:56 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 11.01.2011 Beiträge: 30
Hallo Karl,

mich fuchst die Ölschwitzerei auch, obwohl der Aufwand einer erneuten Motorzerlegung schon groß ist.

Leider sind bei mir die Zylinderfußdichtungen trotz Entfettung und Original-Aludichtung + Dirko HT nicht dicht. Daher die Idee mit der Papierdichtung, die ja im Dichtungssatz vorhanden ist.

Beim Gehäuse hab´ ich auch ordentlich entfettet. Da war Hylomar wohl nicht die beste Entscheidung und vielleicht von mir auch zu sparsam eingesetzt.

Ich wollte vermeiden, dass sich das Zeug in großen Mengen nach innen und außen rausquetscht. Dies finde ich bei Dirko HT besonders hässlich.

Hat den jemand Erfahrung mit den "Papierdichtungen" an Zylinderfuß und Gehäuse?

Die Kupplungsabdichtung ist halt eine Fehlkonstruktion (sorry Herr Lambertini)erfordert aber auch keine komplette Zerlegung, wenn man dort von Zeit zu Zeit Hand anlegt.


Viele Grüße

Robert
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vdeux
Verfasst am: 27.10.2016, 16:37 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 06.01.2007 Beiträge: 284 Wohnort: bei Schwaebisch Hall
gacaro hat Folgendes geschrieben:

Da war Hylomar wohl nicht die beste Entscheidung und vielleicht von mir auch zu sparsam eingesetzt.

Hat den jemand Erfahrung mit den "Papierdichtungen" an Zylinderfuß und Gehäuse?

Die Kupplungsabdichtung ist halt eine Fehlkonstruktion (sorry Herr Lambertini)


Hallo Robert,
nach meiner Erfahrung klappt das mit der Gehäuseabdichtung auch mit Hylomar und ohne Papier (bei 5 oder 6 Motoren).
Ist Dein Gehäuse vielleicht nicht plan oder gar verzogen? Oder zu wenig Hylomar verwendet?

Mit Aludichtung und Hitzebeständigem rotem Silicon (ich nehme Wacker E 70) werden Fuss und Kopf dauerhaft dicht.

Die Kupplungsabdichtung funktioniert auch mit Hylomar an der Buchse.
Ist mir auch unverständlich, warum man dort nicht ab Werk einen O-ring verwendet hat.

_________________
Gruß
Jürgen
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gacaro
Verfasst am: 27.10.2016, 17:48 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 11.01.2011 Beiträge: 30
Hallo Jürgen,
die Dichtflächen des Gehäuse sahen damals gut aus, wahrscheinlich eher zu wenig Hylomar meinerseits.
Da muss ich wohl noch mal ran um Klarheit zu bekommen und entscheide dann, ob ich die dünne "PapierdIchtung" nehme.

Bei den orinalen Alufussdichtungen wundert es mich, dass sie bei mir trotz reichlich Dirko HT schwitzen. Daher denke ich auch hier über die Papierdichtungen aus dem Athena-Dichtsatz nach. Diese könnten ggf. etwas mehr bei den Dichtflächen verzeihen.

Ich meine, dass Morini an dieser Stelle früher vor den Aludichtungen auch solche aus Papier eingesetzt hat. Sicher bin ich mir aber nicht.


Viel Grüße
Robert
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gacaro
Verfasst am: 27.10.2016, 18:07 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 11.01.2011 Beiträge: 30
Hallo Jürgen,
die Dichtflächen des Gehäuse sahen damals gut aus, wahrscheinlich eher zu wenig Hylomar meinerseits.
Da muss ich wohl noch mal ran um Klarheit zu bekommen und entscheide dann, ob ich die dünne "PapierdIchtung" nehme.

Bei den orinalen Alufussdichtungen wundert es mich, dass sie bei mir trotz reichlich Dirko HT schwitzen. Daher denke ich auch hier über die Papierdichtungen aus dem Athena-Dichtsatz nach. Diese könnten ggf. etwas mehr bei den Dichtflächen verzeihen.

Ich meine, dass Morini an dieser Stelle früher vor den Aludichtungen auch solche aus Papier eingesetzt hat. Sicher bin ich mir aber nicht.


Viel Grüße
Robert
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