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<  Corsaro 1200  ~  Winterprojekt Motor zerlegen

Ebi
Verfasst am: 13.12.2017, 23:38 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Moin,
zur Beruhigung wollte ich mir schon immer einen Ersatzmotor zulegen, um im Fall der Fälle wieder schnell startklar zu sein. Komplette und bezahlbare 140 PS Motoren werden allerdings kaum angeboten, dafür konnte ich aber einen Motor mit Riss im Block und einen Rumpfmotor von zwei Forumskollegen ergattern (Dank an Armin und Oliver spitze).

Projektziel: Diesen Motor zerlegen und seine Köpfe und Innereien...


verwenden um diesen Motor aufzubauen


Natürlich nicht ohne einen aktuellen Steuerkettensatz mit Borg Warner Ketten zu verbauen und die Ventilführungen und den Zustand der Köpfe zu kontrollieren.

Ich beschreibe im Folgenden mal die einzelnen Schritte, vielleicht hilft es dem ein oder anderen beim Selberschrauben und hoffentlich bekomme ich im Gegenzug etwas Hilfestellung, falls sich bei mir die Ratlosigkeit breit machen sollte.

Die angedachte Vorgehensweise beim Zerlegen:
Linken Motordeckel entfernen und alle darunterliegenden Teile entnehmen, dann dasselbe auf der rechten Motorseite, danach die Köpfe runter, Kolben und Büchsen raus und zum Schluß den Motor öffnen um das Getriebe und die KW zu entnehmen und was mir sonst noch so entgegenfällt.

Der linke Deckel läßt sich eigentlich problemlos lösen und entfernen, die Dichtung wird wiederverwendet ****tststs***. Die Welle des Anlasserantriebs kommt evtl. gleich mit, hier sollte man darauf achten, dass die beidseitigen dünnen Distanzscheiben des Antriebs nicht verloren gehen.

Erst Hürde ist danach die 27er Mutter des Polrades. Man benötigt eine Stecknuss, die lang genug ist um über das KW-Ende zu reichen und einen günstigen Schlagschrauber, dann klappt die Sache ohne Verrenkungen und auch am ausgebauten Motor. Mein Billigschlagschrauber hat ein fixes Drehmoment von 230 Nm beim Lösen und 120 Nm beim Anziehen, damit wars ein Kinderspiel.



Danach muss das Polrad runter, ein solider Abzieher M38X1,5 ist zwingend erforderlich. Die mittige Schraube des Abziehers wird mit Verstand vorgespannt, bloß keine rohen Kräfte walten lassen, denn ohne viel Wärme geht hier gar nix. Ich habe an anderer Stelle geschrieben, dass das Polrad mit dem Propan-Lötbrenner dann in 3 Min unten ist, ich muss mich korrigieren, denn dieses hier hat 6 Min Erhitzen gebraucht. Das Polrad hat ganz schön Masse, ohne ausreichende Wärmezufuhr wird der Loctite-Kleber auf der Welle nicht weich. Zwischendrin habe ich immer mal wieder am Rand des Polrades probiert, ob der angefeuchtete Finger schon zischt.





Loctite Klebereste auf der Welle


Nach Entfernen des Polrades, ist das umschließende Alublech an der Reihe.
Das sollte keine großen Pobleme bereiten, die rechte der vier Buchsen braucht evtl.
etwas Überredung mit der Gripzange.



Unter dem Alublech liegt das Zahnrad des Anlassers, es läßt sich abnehmen und die linke Motorhälfte ist frei.



Bis hierher lief alles so einfach wie es sich liest, mal schauen, was bei der rechten Motorhälfte geht.

Gruß,
Ebi
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MonstroMorini
Verfasst am: 14.12.2017, 10:44 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 25.11.2010 Beiträge: 1065 Wohnort: Wormer (NL)
spitze

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Greetz,
Rob - In MoMo we trust
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corsacorsaro
Verfasst am: 14.12.2017, 14:39 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
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Shocked Cool Razz

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Immota fides. Nec aspera terrent
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get.freaky
Verfasst am: 14.12.2017, 20:28 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 29.05.2015 Beiträge: 341 Wohnort: NDS
spitze spitze spitze

Moin Ebi,

jetzt wirste aber ganz fix fleissig, wie??????

Bitte gerne weitere Erläuterungen. Sehr spannend.

Gruß
Oliver

_________________
Corsaro 1200 Compatto
9 1/2 im Umbau
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Ebi
Verfasst am: 15.12.2017, 0:12 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Jo, irgendwie war jetzt plötzlich der richtige Zeitpunkt, wundere mich selbst ein bißchen Mr. Green .

Kleiner Nachtrag linke Motorseite: Die Gangschaltung mußte noch raus, kein Problem, geht wie im WHB beschrieben.



Auf der rechten Motorseite ist als erstes die Demontage des Wapu-Deckels notwendig, die Wapu selbst braucht einen 13er Innensechskant, ich habe mich mit dem 10er Steckschlüssel beholfen.



Die Wapu-Flügel sehen aus wie neu.



Dann alle Schrauben des rechten Deckels lösen und die eine zentrale Schraube neben dem Kupplungsdeckel nicht vergessen Cool, der Kupplungsdeckel bleibt drauf und wird zusammen mit dem Motordeckel abgenommen. Besonders bei kaltem Deckel kann es einige sachte Schläge mit dem Gummihammer brauchen, bis sich der Deckel löst. Letzten Winter in der Garage habe ich eine halbe Stunde rumgemacht, bis sich das Teil gelöst hat. Es ging dann erst nach Erwärmen mit dem Fön. Ich widerstehe der Versuchung am Deckel rumzuhebeln, da machts schnell mal "knack".

Diesmal ist sogar die Dichtung heil geblieben, im Bereich der Wapu klebt sie gern am Motorgehäuse. Wenn man nicht aufpasst, kann man beim Abnehmen des Deckels die Wapu-Dichtung mit dem Gewinde der Wapu-Welle schrotten Rolling Eyes. Is aber nicht so tragisch, kostet beim Rollerladen 4 Tacken.

Jetzt gehts mit dem Lösen der 36er KW-Mutter weiter.


Linksgewinde, 200 Nm Anzugsmoment - Mahlzeit. Alle Versuche mit meinen Klempnerschlüsseln ließen die Mutter unbeeindruckt. Damit sich die KW nicht mitdreht habe ich einen Lappen zwischen die Zahnräder gesteckt. Nachdem ich im WHB gelesen hatte, dass Loctite auf dem Gewinde ist war klar, dass es ohne Wärme nichts wird. Also 1 Minute mit dem Brenner auf die Mutter drauf und das Teil ließ sich ohne Probleme lösen. Auf dem Bild sieht man die Loctite-Reste gut.



Zum Lösen der 24er Mutter auf der Wapu-Welle


hatte ich mir einen 24x26 Steckschlüssel zugelegt, eine 32er Nuss drauf, dann gehts mit dem Schlagschrauber ruckzuck.


Danach das Kupplungspaket gelöst und komplett entnommen.


Dann kleine Überraschung Shocked, den Schlüssel zum Gegenhalten der Kupplung hatte ich mir in weiser Voraussicht bereits vor Jahren hier übers Forum (Günni ?) zugelegt - tolles Teil spitze, aber leider hat Ebi keine 34er Nuss um die Zentralmutter zu lösen. Also Pause, bis die Bucht liefert.


Um mir noch ein Erfolgserlebnis abzuholen, habe ich gleich noch die beiden Köpfe abgenommen. Die Vorgehensweise ist wohl den meisten klar, es ist im Wesentlichen auf die richtige Reihenfolge beim Lösen der Schrauben der Nockenwellenbrücke und des Zylinderkopfes zu achten. Es empfiehlt sich, den jeweiligen Kolben in OT zu stellen, dann üben die Ventilfedern keinen Druck auf die NW-Brücke aus. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mich die breiten DID-Ketten SCH0412SV anschauen, hätte ich bei dem Kopfindex 0 bzw. 2 und der geringen Laufleistung nicht erwartet. Jetzt muss ich mal überlegen, ob ich die Borg Warner Ketten überhaupt verbaue.

Der vordere Kettenspanner hing übrigens fest, da lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle.

Schöne Farben, wenig Ablagerungen, muss wohl am EbiRaceMap liegen Mr. Green




Nun sieht das Motörchen schon ganz schön gerupft aus.


Ich hoffe, dass nach der nächsten Abendsession der Motor komplett zerlegt ist.
Für die Prüfung der Köpfe brauche ich noch Tipps, habe ich bisher noch nicht gemacht.

Funktioniert die Prüfung des Ventilführungsspiels zuverlässig ohne die Federn auszubauen ?

Gruß,
Ebi
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quattro
Verfasst am: 15.12.2017, 9:36 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 1396 Wohnort: Odenwald
Sehr schöne Dukumentation,
danke Ebi, dass Du das mal übernommen hast und wir im Fall der Fälle wissen wie es geht.
Bitte weiterschreiben und viel fotografieren.
Bei diesem motorradfeindlichen Wetter in den letzten Wochen ein sehr vernünftiges Projekt.
Grüße, Reinhard

_________________
mappst du noch, oder ist sie schon verreckt Cool
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Ebi
Verfasst am: 15.12.2017, 14:02 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Danke, Reinhard ! Ich hatte mir das Zerlegen schwieriger vorgestellt, der Motor ist wirklich sehr einfach und logisch aufgebaut, tolle Konstrukteursleistung !

Habe mir heute die verbauten, breiten DID Ketten näher angeschaut. Die machen einen sehr soliden Eindruck, gefallen mir deutlich besser als die aktuellen Borg Warner, die neu schon viel mehr Spiel aufweisen, d.h. ich werde die DIDs wiederverwenden und mir das Geschäft und Geld sparen, die NW-Räder umzubauen.

Zitat:
Funktioniert die Prüfung des Ventilführungsspiels zuverlässig ohne die Federn auszubauen ?


Eine innere Eingebung aus dem Osten Mr. Green hat mich überzeugt hier keine halben Sachen zu machen, dass die Zerlegung der Köpfe ein Klacks ist und daher sind Ventilfederpresse, Dichtungszange, Schleifpaste und Dichtungen bereits bestellt - alles zusammen ein Fuffi, also sehr überschaubar. Dann ist sicher feststellbar, ob das Spiel der Führungen noch innerhalb der Toleranz liegt.

Gruß,
Ebi
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Ebi
Verfasst am: 15.12.2017, 17:33 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Bis die Teile eintreffen, habe ich mir die Zeit mit dem Ziehen der Zylinderbüchsen vertrieben. Vor gut 2 Jahren hatte ich mir aus gegebenem Anlass Rolling Eyes einen entsprechenden Zieher zusammengebrutzelt.



Ohne den Zieher ist die Büchse nicht zu entfernen, denn sie wird von einem im Motorgehäuse sitzenden O-Ring gehalten. Mit dem Werkzeug ist das unspektakulär, man zieht die Büchse etwas heraus, stellt den Kolben auf OT und zieht die lose Büchse vorsichtig soweit, bis der Kolbenbolzen durch das Kolbenfensterchen sichtbar wird. Zum Schutz des Kolbens sollte die Büchse nicht ganz entfernt werden.



Der Sicherungsclip des Kolbenbolzens geht mit der Spitzzange leicht heraus, der Bolzen läßt sich aber nicht unbedingt dazu bewegen, den Kolben zu verlassen. Ich habe kein Ziehwerkzeug dafür, bisher ging es entweder mit dem Finger oder einem Haken, in einem Fall mußte ich den Kolben etwas erwärmen, der Bolzen saß zu stramm drin.

Wenn der Bolzen entfernt ist, wird die Büchse mit Kolben entnommen und der Blick liegt frei auf die berühmte Ölspritzdüse, die sich bei einigen 120 PS Motoren bereits mit üblen Folgen verselbständigt hat.



In meinem Zielobjekt sind bereits gute Büchsen und Kolben drin und ich bin froh, dass ich die nicht einsetzen muss. Man benötigt dazu einen neuen O-Ring (auf dem Bild oben sieht man ihn gerade noch) und neue Sicherungsclips für den Kolbenbolzen. Nach dem Einsetzen des O-Rings (trocken, hat mir der Fachmann erklärt) wird der Kolben mit den Ringen in die Büchse eingesetzt, die Büchse außen eingeölt und zusammen mit dem Kolben ins Motorgehäuse eingesetzt bis das Bolzenauge im Fensterchen sichtbar wird.

Dann Kolbenbolzen einsetzen und eine 1/2 Stunde meditieren, denn das Einsetzen des Sicherungsclips ist reine Nervensache sternchensehn. Das Teil hat entweder zuviel Spannung oder es ist einfach die tiefe Einbauposition, jedenfalls habe ich damals bestimmt eine 1/2 Stunde benötigt bis er in der Nut saß. Der entscheidende Tipp: Den Sicherungsclip auf jeden Fall vor dem Einsetzen mit einem dünnen Bindfaden gegen Herabfallen ins Kurbelgehäuse sichern, ansonsten bist du in kürzester Zeit reif für die Insel.

Abschließend die Büchse voll einschieben und mit unterlegtem Holz und Gummihammer leicht einklopfen, bis sie in der Nut und eben mit dem Motorgehäuse ist.

Gruß,
Ebi
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gk
Verfasst am: 15.12.2017, 18:53 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.01.2007 Beiträge: 5414 Wohnort: ---
Ebi hat Folgendes geschrieben:
der Motor ist wirklich sehr einfach und logisch aufgebaut, tolle Konstrukteursleistung !


halt typisch lambertini Wink

schönes weihnachtsprojekt hast du da!


Ebi hat Folgendes geschrieben:

den Schlüssel zum Gegenhalten der Kupplung hatte ich mir in weiser Voraussicht bereits vor Jahren hier übers Forum (Günni ?)zugelegt - tolles Teil


falls noch jemand bedarf hat, einen gegenhalter müsste ich noch haben. bei interesse PN an mich.

_________________
munter bleiben
günni


ohne signatur
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1200cc.v2
Verfasst am: 15.12.2017, 20:30 Antworten mit Zitat
Bialbero Bialbero
Anmeldedatum: 24.10.2014 Beiträge: 24 Wohnort: Sinabelkirchen
Finde so Dokus immer super!!! Vieln Dank, weitermachen! Wink
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Ebi
Verfasst am: 19.12.2017, 21:28 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Heute konnte ich die Kupplung endlich abnehmen - gestern gings leider nicht Wink - und nach ein paar leichten Schlägen mit dem Gummihammer ließ sich der Motor öffnen.



Erste Sorge: Werde ich das Getriebe jemals wieder so zusammenbekommen ?
Zum Glück völlig unbegründet, denn zum einen fällt da nicht viel auseinander bei der Entnahme und zum anderen gibt es nur eine mögliche Einbauposition. Die Schaltgabeln sind zwar alle identisch, ich setze trotzdem jede wieder an ihren angestammten Platz ein. Das Getriebe sieht aus wie neu, kein Pitting, keine vermackten Mitnehmer, alles top.



Schaltgabeln tiptop, ebenso die Kupplung. Sobald das fehlende Werkzeug eintrifft, gehts ans Zerlegen und die Überprüfung der Köpfe, dann alles reinigen und danach kann hoffentlich der Zusammenbau beginnen.

Die KW ist ein Prachtstück von 8,5 kg.



Gruß,
Ebi
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Harald aus den Bergen
Verfasst am: 19.12.2017, 22:28 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 04.02.2013 Beiträge: 1038 Wohnort: Salzburg
In diesem Bild

ist mir was aufgefallen.

Ich habe solche abgestufte Zahnkonturen (in axialer Rtg.) noch nie gesehen.
Kann mir das jemand "theoretisch unterfüttern"?

PS: Feine Doku, das!

_________________
Bonne Route, Harald


56er Baujahr
meine MM war eine 10er bis '16
Zweitmoped: Clubman (Special Wink )
Drittmöppi: TRX850 Tourenschlampe
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quattro
Verfasst am: 20.12.2017, 11:53 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 1396 Wohnort: Odenwald
Moin Ebi, hab ichs überlesen, oder nur nicht gefunden,
wieviel km hat der Motor drauf?
Reinhard

_________________
mappst du noch, oder ist sie schon verreckt Cool
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Ebi
Verfasst am: 20.12.2017, 19:09 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Zitat:
wieviel km hat der Motor drauf?


Moin Reinhard,
so ganz genau weiß ich es nicht mehr, war aber nicht viel, unter 30 TKM meine ich. Vielleicht schaut Armin mal hier vorbei und beantwortet die Frage.

Gruß,
Ebi

@Harald: Beim 2. Zahnrad von links kann ich es erklären, das verschwindet bei entsprechender Klauenstellung im ganz linken Nachbarzahnrad, die überlappen sozusagen ein wenig und würden sich ohne die Abschrägung berühren. Bei dem von dir markierten Rad fällt mir nix ein.
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Ebi
Verfasst am: 21.12.2017, 23:41 Antworten mit Zitat
Morinisti Morinisti
Anmeldedatum: 19.11.2010 Beiträge: 1572 Wohnort: Backnang
Nachdem der Ventilfederspanner noch nicht geliefert wurde, habe ich mich heute mit dem Zusammenbau des Rumpfmotors vergnügt.

Zunächst mal alle Dichtflächen gereinigt und Ölspritzdüsen auf festen Sitz kontrolliert.

Beim Getriebe werden die beiden Wellen miteinander gleichzeitig eingesetzt.


Dann die Wellen der Schaltgabeln, allerdings ohne sie in die Führung des Motorgehäuses zu stecken.


Zuletzt die Schaltwelle. Dann die Führungsstifte der Schaltgabeln in die Schaltwelle fummeln und alle Wellen im Motorgehäuse positionieren.


Ölkonnektor nicht vergessen.....


Jetzt erst einmal schauen, ob der Motordeckel satt draufpasst. Immerhin müssen mehrere Wellen im Motordeckel ihren richtigen Platz finden, dass klappte nicht auf Anhieb. Nachdem ich sicher war, dass sich der Motordeckel einwandfrei auflegen läßt, habe ich Hylomar auf die Dichtfläche aufgetragen, den Deckel aufgesetzt und möglichst viele Schrauben reingedreht, dann gewartet bis die Dichtung abgetrocknet war.



Bevor der Motor weiter zusammengebaut wird, erst einmal die Schaltung montieren und schauen, ob sich das Getriebe einwandfrei schalten läßt.

Danach wieder einige Schrauben des Deckels entfernt, den Anlasserantrieb montiert und die Steuerkette mit Ritzel. Die Steuerketten werden am besten von unten eingeführt, denn im Steuerkettenschacht geht es eng zu, die Ausbuchtungen im Schacht erschweren das Einfädeln.


Dann das Aluabdeckblech drauf und Motorschrauben wieder rein. Polrad mit Loctite 648 aufgesetzt, mit Schlagschrauber angezogen. Lima drauf, fertig - ran an die rechte Motorseite.

Für die Montage des Kupplungskorbs müssen die geteilten und leicht verschränkten Zähnräder der Kurbelwelle mit einem Schraubdreher o.ä. ausgerichtet werden, sonst fluchten sie nicht und der Korb läßt sich nicht aufschieben.



Die Sicherungsbleche der Muttern an der Kupplung und der Zwischenwelle werden vorzugsweise mit der Zange und nicht mit dem Hammer umgebogen Wink


Kupplungspaket befestigen, Ritzel mit Steuerkette drauf und Zwischenwelle mit KW-Ritzel ausrichten. Wenn die Bohrung des KW Ritzels in Richtung Zwischenwelle zeigt, ist der vordere Zylinder im OT und ich habe die Zwischenwelle auch entsprechend ausgerichtet, so wie es das WHB möchte.


Dieser ganze Markierungskram soll wohl die Einstellung der Steuerzeiten ohne Einsatz einer Messuhr ermöglichen, anders kann ich es mir nicht erklären. Mit einer Messuhr ist es aber viel einfacher und man muss später nicht ewig an der KW rumdrehen bis die Markierungen wieder fluchten.

Anschließend den Motordeckel inkl. Kupplungsabdeckung befestigen.


Bei der Demontage der Kupplung habe ich leider nicht darauf geachtet, wie der untere schmale Belleville-Ring Nr. 38 eingelegt war. Nach meinem Verständnis müßte der äußere Rand gegen das Kupplungspaket drücken - siehe Strichzeichnung unten. Kann das jemand bestätigen ?



Gruß,
Ebi


Zuletzt bearbeitet von Ebi am 22.12.2017, 11:29, insgesamt einmal bearbeitet
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