Slogan: Einfach, flexibel, sinnvoll

Die 175er Modellgeschichte

1952 wurde auf dem Mailänder Salon die erste Viertakt Maschine vorgestellt. Die auf der Messe ausgestellte Maschine hatte einen 172,4ccm Einzylinder-Viertaktmotor, bei 6200 U/min 8,5 PS leistete. Für das noch junge Unternehmen war diese 175 Tourismo für die nächsten zehn Jahre der Grundstein zum Ausbau des Erfolgs. Ein übriges trugen die Rennerfolge, in der zur der Zeit recht populären 175er Klasse, dazu bei.
Die Morini 175 Gran Tourismo stellte neben der 175 Tourismo die Sportversion dar. Sie unterscheidet sich durch eine Sportlenker, Sitzbank, größere Voderradbremse, Lackierung und einen stärkeren Motor vom Grundmodell. Optisch gleich, jedoch leistungsstärker war die Super Sport. Sie war mit 13 PS bei 7900 U/min die alltagstaugliche Alternative zur Settebello.

Dieses, nicht nur optisch wunderbare Motorrad, war von seinen Ausstattungsdetails ein reinrassiges Sportgerät. Mit normaler Lichtanlage sollte es ein kompetentes Gefährt für Langstreckenrennen wie Milano – Taranto und zugleich ein leistungfähiges Motorrad für Clubrennen abgeben. Auf Rennstrecken und auch in den Verkaufszahlen schlug die Settebello voll ein. Sie hatte immerhin einen präzise getunten Motor mit engestuftem Getriebe, einen 25er Dellorto SSI – Vergaser, angeschellte Stummellenker, Batteriezündung, konische Bremsnaben, Leichtmetallfelgen sowie einen großen Tank und wahlweise Schalldämpfer oder offenes Endrohr. In der auch strassentauglichen Form wurde sie bis 1958 produziert, danach wurde sie unter der Bezeichnung “aste corte” als reines Rennmotorrad eingesetzt.

Im Jahre 1956 wurde der 175 Tourismo die 175 Briscola für den schmalen Geldbeutel ein wirtschaftlicheres Modell zur Seite gestellt. Diese Modell war in seiner Ausstattung erheblich spartanischer gehalten, die auffallendsten Merkmale der Briscola sind die geschwungene Voderradschwinge sowie die 17 Zoll Räder. Die Motorleistung war identisch mit der der 175 Tourismo. Durch das Rennimage der Firma Moto Morini zu dieser Zeit, hielten sich die Verkaufszahlen der Briscola in Grenzen, so das ihre Produktionszeit bereits 1958 wieder endete.

Mit dem auslaufen der Briscola Produktion erschien 1958 die 175 Tresette, die auf der Basis der 175 Tourismo aufbaute. Die Motorleistung wuchs um 1,5 PS. Optisch erhielt die Tresette eine zeitgemäße Sitzbank und die Bremsen der Gran Tourismo. Paralell dazu wurde unter dem Namen Tresette Sprint ein sportliches Modell angeboten, welches eine Doppelauspuffanlage – seinerzeit ein absolute Muß für ein sportliches Modell – sowie einen Heckbürzel, einen schlanken Tank und schlanke Vorderradkotflügel erhielt. Durch einen größeren Vergaser, eine höhere Verdichtung, größere Ventile und einer geänderten Nockenwelle war die Tresette Sprint der normalen Ausführung Leistungsmäßig überlegen.

Der Text stammt zu einem erheblichen Anteil aus dem Buch Moto Morini – Eine italienische Legende, von Gerhard Scharl. Es ist das einzige Buch seiner Art in deutscher Sprache. Leider ist die Bildqualität nicht so toll, doch in der italienischen Ausgabe erscheinen diese um so besser.Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich für die für die Freigabe bedanken.

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